Mag.a Dr.in Corinna Eck MSc – Expertise im Drei-ECK

Ich bin Bildungswissenschaftlerin und Beraterin mit Spezialisierung auf Gewaltprävention, Kinderschutz und strategischen Wissenstransfer. In meiner Arbeit unterstütze ich Organisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen dabei, sichere Strukturen zu entwickeln, nachhaltige Lernprozesse zu gestalten und verantwortungsvolle Organisationskulturen zu stärken. Meine Expertise basiert auf der Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, langjähriger Lehrtätigkeit und umfassender Praxiserfahrung in unterschiedlichen institutionellen und transkulturellen Kontexten. Als Trainerin und Vortragende vermittle ich fundiertes Fachwissen zu Gewaltprävention, transkultureller Kommunikation und Organisationsentwicklung und begleite Fach- und Führungskräfte in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Entwicklung von Konzepten für Kinderschutz und Gewaltprävention sowie im Aufbau nachhaltiger Strukturen für Wissenstransfer und Lernkultur. Dabei verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz, der fachliche Qualität, ethische Verantwortung und praktische Umsetzbarkeit miteinander verbindet. Mein Ziel ist es, Organisationen und Menschen dabei zu unterstützen, Orientierung in komplexen Herausforderungen zu finden und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die langfristig wirksam sind.

TRIAS 1 - Sozialpädagogik, Gewaltprävention & Kinderschutz

  • 20+ Jahre Erfahrung von der Frontline-Betreuung Jugendlicher und Familien bis zur strategischen Leitung.

  • Leitung des österreichischen Instituts für Kinder- und Jugendhilfe (Praxisforschung & Qualitätsentwicklung).

  • Aufbau von wirksamen Programmen für Gewaltprävention, Krisenintervention und Hochrisiko-Jugendarbeit.

TRIAS 2 - Bildungswissenschaft & Hochschullehre

  • Lehrtätigkeit und Forschung an Hochschulen in Österreich (PH Steiermark, FH JOANNEUM, Hochschule Burgenland).

  • Schwerpunkte: Didaktik und Methodik, Lehr-Lern-Forschung, Ethik, transkulturelle Kommunikation.

  • Entwicklerin innovativer Curricula und Trainingsprogramme für Fach- und Führungskräfte.

TRIAS 3 – Entwicklungszusammenarbeit & SDGs

  • Gründerin & Obfrau von AufwindPeru (www.aufwindperu.org) – bilaterale Empowerment- und Bildungsprojekte mit Peru.

  • Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (u. a. SDG 3, 4, 5, 10, 17).

  • Durchführung von SDG-Trainings & Capacity-Building in internationalen Kontexten.

Meine Arbeitsweise

Ob im Klassenzimmer, im Vorstandsbüro oder im Andendorf – meine Arbeit folgt einem Prinzip: Empowerment ist keine Einbahnstraße. Ich arbeite dialogisch, wissenschaftlich fundiert und praxisnah – damit Wissen, Haltung und Wirkung Hand in Hand gehen.


Das fliegende Seepferdchen

Mein Symbol ist ein fliegendes Seepferdchen – es verlässt sein Element, bleibt beweglich und findet Kraft im Wandel. Es steht für Mut, Neues zu wagen, für Haltung in bewegten Zeiten und für die Fähigkeit, Veränderung mit Leichtigkeit und Richtung zu gestalten.


Meine berufliche Geschichte

Schon im Jugendalter wusste ich, dass mein Weg kein geradliniger sein würde. Nach einer Fernsehdokumentation über Entwicklungszusammenarbeit in Afrika war für mich klar: Ich will dorthin, wo Veränderung gebraucht wird. Bildung war für mich dabei immer der Schlüssel zu Chancen – deshalb studierte ich in Graz an der Karl-Franzens-Universität Bildungswissenschaften.

Was mir damals fehlte, war kein Idealismus – sondern ein Plan. Internationale NGOs winkten nach dem Studium ab: zu wenig Erfahrung. Also begann meine „internationale Karriere“ 2007 zunächst 75 Kilometer von Graz entfernt, im Büro für internationale Beziehungen der Universität Maribor. Rückblickend war das kein Umweg, sondern die erste bewusste Etappe.

Dort begegnete ich Rolando, einem Peruaner, der beiläufig von seiner Idee erzählte: Mit gesammelten Eigenmitteln wollte er in einem abgelegenen Dorf hoch in den peruanischen Anden Englischunterricht ermöglichen – auf über 3.000 Metern Seehöhe, fernab von Komfort, aber getragen von einer klaren Vision: jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen, damit sie ihre Heimat nicht verlassen müssen. Diese Idee traf auf ein inneres Feuer, das in mir längst brannte. Ich nahm mir eine Nacht zum Nachdenken, schon am nächsten Tag buchte ich meinen Flug und reiste im März 2008 nach Peru.

Was als mutige Idee begann, wurde rasch Realität. Der Initiator zog sich zurück – das Geld war weg, die Verantwortung blieb. Ich blieb ebenfalls. Und traf eine Entscheidung, die mein berufliches Leben prägen sollte: Ich gründete eine Organisation, um die Vision weiterzutragen. Daraus entstand AufwindPeru – heute eine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Organisation, die Bildung, Empowerment und internationale Kooperation zwischen Österreich und Peru verbindet.

Ich habe unter Bedingungen gelebt, die mir eindrücklich vor Augen geführt haben, was es bedeutet, sich in fremden Kontexten zurechtzufinden – auf 3.500 Metern Seehöhe, in einfachen Unterkünften wie Lehmhütten, konfrontiert mit neuen klimatischen, sprachlichen und kulturellen Realitäten. Ich weiß, wie es sich anfühlt, selbst außerhalb vertrauter Systeme zu stehen, Unsicherheit auszuhalten und Orientierung Schritt für Schritt neu zu entwickeln.

Ich habe Verantwortung übernommen – für Projekte, für Menschen, für knappe Ressourcen. Ich kenne die Realität von Mittelakquise ebenso wie das Vertrauen von Fördergeber:innen, die bereit sind, Verantwortung zu teilen und Wirkung zu ermöglichen. Und ja: Ich habe meine Wäsche und mich ein Jahr lang im eiskalten Gletscherwasser gewaschen, eine Erfahrung, die mir bis heute vor Augen führt, dass nachhaltiger Fortschritt nicht dort entsteht, wo es bequem ist, sondern dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung unter realen Bedingungen zu übernehmen.

Diese Erfahrungen haben meine Arbeit als Unternehmensberaterin maßgeblich geprägt. Denn auch Organisationen bewegen sich heute in hochkomplexen Spannungsfeldern: Transformation unter Unsicherheit, Führung ohne einfache Antworten, Zusammenarbeit über kulturelle, fachliche und organisationale Grenzen hinweg. Klassisches Projektmanagement ist dabei ein wichtiges Instrument, aber kein Allheilmittel. Wirksame Entwicklungs- und Veränderungsprozesse erfordern darüber hinaus Reflexionsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Demut und die Kompetenz, wirklich zuzuhören.

Aus diesem Spannungsfeld heraus entstand meine Dissertation „Reziprokes Empowerment: Gegenseitige Bildungsprozesse im Spannungsfeld von Vereinnahmung und Befreiung“. Reziprokes Empowerment ist für mich keine Methode, sondern eine Haltung: Lernen auf Augenhöhe, Verantwortung teilen, Wirkung gemeinsam erzeugen. Diese Haltung bringe ich heute in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen ein – überall dort, wo nachhaltige Transformation gefragt ist.

Parallel dazu entdeckte ich meine Leidenschaft für Lehre und Wissensvermittlung. Bereits in Peru suchte ich mir eine Stelle an einer nahegelegenen Universität und unterrichtete im Masterlehrgang Englisch-Studierende. Unterrichten begleitet mich seither kontinuierlich – seit fast zwei Jahrzehnten. Heute lehre ich an der Pädagogischen Hochschule Steiermark, der FH JOANNEUM und der Hochschule Burgenland zu Didaktik, Ethik, transkultureller Kommunikation und Wissenstransfer. Mich interessiert eine zentrale Frage: Was braucht der Mensch – und das menschliche Gehirn – um nachhaltig zu lernen, sich zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen?

In Österreich fand ich seit Ende 2009 in der Kinder- und Jugendhilfe mein „Entwicklungsfeld im eigenen Land“. Besonders geprägt haben mich junge Menschen, die als „Systemsprenger:innen“ gelten – jene, für die es scheinbar keinen Platz gibt. Von ihnen habe ich am meisten gelernt: über Resilienz, über Führung ohne Macht, über Umwege, die tatsächlich die Ortskenntnis erhöhen. Aus dieser Praxis heraus entwickelte sich meine Expertise in Gewaltprävention und Kinderschutz: Konzepte entwickeln, erproben, verwerfen, verbessern – und wirksam implementieren.

Heute arbeite ich mit Führungskräften, Lehrlingsausbilder:innen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Ich trainiere Führungskräfte darin, Gewaltfreiheit als Haltung, Kultur und konkrete Führungskompetenz zu verstehen und im organisationalen Alltag wirksam weiterzugeben. So unterstütze ich Organisationen dabei, Kulturen zu entwickeln, in denen Sicherheit, Vertrauen und Verantwortung keine Schlagworte sind, sondern gelebte Praxis. Unternehmen schätzen an mir die Verbindung aus strategischer Klarheit, wissenschaftlicher Tiefe und echter Felderfahrung – und die Fähigkeit, auch in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Und weil Führung immer auch persönlich ist, habe ich ein weiteres Herzensprojekt initiiert: die BonusMama-Gruppe. Als Patchwork-Mama weiß ich, wie anspruchsvoll neue Rollen, Loyalitäten und Beziehungen sind. Ich arbeite daran, das alte Narrativ der „bösen Stiefmutter“ endgültig abzulösen – durch Kompetenz, Haltung und gegenseitige Stärkung.

Meine Überzeugung: Nachhaltige Veränderung braucht nicht nur Vision und Intuition, sondern Analyse, Struktur und Mut zur Verantwortung. Genau dort setze ich an – als Beraterin, Wissenschaftlerin und Praktikerin.